Zwirbler
1. July 2010
Literatur findet im Netz immer neue Wege. Nach meinem Versuch einen Buzz-Roman zu schreiben (da wird es Zeit für den nächsten Teil), habe ich heute über ein neues Projekt gelesen. Zwirbler wird ausschließlich auf Facebook veröffentlich und kann hier von den Lesern aktiv mitbestimmt werden.
Spannende Geschichte.
Mehr Informationen dazu gibt es in diesem Interview mit dem Autor.
Warten vs. Shoppen
30. June 2010
Geht der Mann mal in den Lade’,
trinkt sie erstmal ne Schokolade.
Ist die Frau im Geschäft verschwunden,
lässt er sich das Bierchen munden.
Doch braucht der Mann nur fünf Minuten,
kommt sie mit abertausend Tuten.
Und zieht dann direkt nochmal los,
natürlich nur mit seinem Moos.
Dazu darf man dann ja nichts sagen,
aber brav die Taschen tragen.
Darin so viel unnützer Krempel,
man(n) fühlt sich wie im Altkleider-Tempel.
Und ganz am Ende, Gott sei Dank,
liegt später alles nur im Schrank.
Mysterium hinter Schaufenster
28. June 2010
Schon ist sie im Geschäft verschwunden,
wartet er so viele Stunden.
Sieht sie von Seit’ zu Seite flitzen,
kann er schon bald nicht richtig sitzen.
Bevor er wegnickt und tief schläft,
kommt sie Dann doch aus dem Geschäft.
Sie drehte unzählige Runden
und hat trotzdem nichts gefunden.
Er fragt sich unumwunden,
was tat sie nur die ganzen Stunden.
Köche sind Mörder
26. June 2010
Was war nur geschehen?
Stille im Haus.
Die Schere liegt noch auf dem Tisch.
Rote Spritzer führen von ihr weg.
Oder zu ihr hin?
Gequält, gedrückt, zerquetscht.
Überall die rote Suppe.
Und die ausgeblutete Hülle.
Da liegt sie,
schwimmt sie.
Die Tomate.
Was war vorher nur mit ihr PASSIERT?!
Selbsthilfe
22. June 2010
Hast keine Freunde, keinen Spaß.
Pass auf, ich erzähl dir was.
Dann geb ick dir wat uf den Weeech.
Führ ab un zu ein Selbstgespräch.
Lesetipp: Googles Gnade
2. May 2010
Ich habe einen neuen schönen Webtipp für euch.
Auf der Seite secret-meditation.de gibt es ab sofort einen neuen Roman zu lesen. In einer exklusiven Vorabveröffentlichung könnt ihr dort schon in “Googles Gnade” einlesen.
Im Zwei Wochen Rhythmus erscheint ein neues Kapitel, dass die Geschichte von Semedé erzählt. Dabei versprühen schon die ersten Zeilen eine interessante und zeitgemäße Ideologie. Hier geht es um einen alten C64 und Cyberspace. Ich bin gespannt, wie es demnächst weitergeht.
Schaut euch die Seite mal an und lest ins erste Kapitel.
Ich würde mich über Kommentare zu dem tollen Projekt freuen.
Zu Hause
28. April 2010
Ja verdammt, ich lebe.
Nein, ich wurde nicht gleich am ersten Abend anvisiert und nieder gestochen.
Also ehrlich gesagt, hab ich noch nie mitbekommen, wie jemand umgebracht wurde.
Nein, ich wurde bis dato noch nicht ausgeraubt.
Also eigentlich musste im Haus bisher noch nie der Schlüsseldienst anrücken.
Ja, ich kann selig durchschlafen.
Nein, bisher haben mich psychopathische Nachbarn noch nie aus dem schlaf gerissen.
Ja, ich lebe in einem sauberen Heim.
Nein, ich sage ratten nicht guten Tag und gute Nacht.
Ja, ich fühl mich wohl.
Nein, ich wohne nicht im Ghetto.
Ich wohne in dem Viertel, in dem ich mich wohlfühle und nicht in dem, zu dem du es machst, ohne jemals dagewesen zu sein.
Ich lebe in Dulsberg!
Mein buzz-Roman
12. April 2010
Ich bin schriftstellerisch nicht ganz eingeschlafen. Wie immer viel zu tun, aber nebenbei wird trotzdem gedichtet, auch wenn es nicht online auftaucht. Beim Google-Dienst buzz gibt es ab heute zudem einen kleinen Buzz-Roman. Also wieder eine Serie längerer und kürzerer Texte. Der Auftakt ist getan.
Hier zum Appetitmachen der erste Teil. Den Rest findest du dann direkt bei buzz. Also mir dort auch mal folgen und weiterlesen!
“Ey, was guckst du so blöd!”
Ich hatte die Worte noch nicht mal richtig wahr genommen, geschweige denn auf mich bezogen, als ich den ersten Schlag auf meinem Rücken spürte. Die Wucht der Gewalt schmiss mich auf den Boden und eröffnete eine Welle heftiger Angriffe. Tritte ließen mich zusammen sacken. Schnell breiteten sich Schmerzen am gesamten Leib aus. Ich dachte an meinen Rücken und drehte mich im Feuer der Schläge auf ihn. Zum Schutz, während weitere Tritte gegen meinen Körper hagelten. Als erste Donnerschläge meinen Kopf umher wirbeln ließen, dachte ich nicht mehr an meinen Rücken. Sondern an meinen Schädel. Mein Gesicht. Meine Organe.Wimmernd drehte ich mich zurück auf die Seite. Offenbarte meinen ledierten Rücken. Bot ihn offen an und kauerte mich wie ein kleines Kind zusammen. Ich konnte nicht mal schreien. Als der ganze Körper schmerzte, verstummte die Qual.
Ich fühlte Stiefel als dumpfe, fast harmlose Tritte. Ich begann mich zu verabschieden und als ich an meine Freundin dachte, begann ich zu weinen. Tränen des Abschieds – nicht des Schermzes – rollten über meine Wangen. Ich verkrampfte, schloss die Augen, entspannte mich und ließ die Welt um mich herum schwarz werden.
Frühlingserwachen
27. February 2010
Der Frühling naht,
ich hab’s gesehen.
Die Sonne lunschte um die Ecke,
musst dann schnell wieder gehen.
Doch erste Strahlen,
herrlich warm.
Wärmten schnell mein ganz’ Gemüt.
Das war die Zeit, als der Frühling kam.
Putz-Wochenende
21. February 2010
Der Sonntag, ei, wie ist der fein.
Alles will schon sauber sein.
Die Butze, die ist herrlich rein,
Diese Sauberkeit, die ist mein.
Denn Samstag, oh mein Graus,
wie sah da die Wohnung aus.
Mit dem Bohner durch das Haus,
Aller dreckt, der musste raus.
Ein schöne Gefühl,
es ist entspannt.